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Exklusivinterview: Ertragsausfälle frühzeitig erkennen

Werden Störungen bei PV-Anlagen nicht erkannt, drohen Ertragsausfälle. Ein professionelles Monitoring kann hier Abhilfe schaffen, erklärt Jan Fuchs, Elektromeister und Serviceleiter bei der Wierig Solar AG in Siegburg. Im Arbeitsalltag setzt er auf »Solar-Log« von der Solare Datensysteme GmbH.

PV-Anlage auf Stalldach. Bildquelle: © Pixabay

Noch immer gibt es viele PV-Anlagen, die nicht oder nur unzureichend überwacht werden. Woran liegt das?
PV-Anlagen sind für viele Betreiber reine Geldanlagen. Sie möchten damit möglichst viel Gewinn erwirtschaften. Dabei sparen sie oft an der Überwachung und der Wartung, ohne über einen möglichen Ausfall der PV-Anlagen nachzudenken.

Wie kann sich eine unzureichende Überwachung auf die Energieerträge der PV-Anlagenbetreiber und deren finanzielle Erträge auswirken?
Ohne eine professionelle Überwachung werden Fehler bei PV-Anlagen erst sehr spät oder überhaupt nicht bemerkt. Wird beispielsweise der Ausfall eines Wechselrichters erst vier Wochen später erkannt, dann wird in diesem Zeitraum mit der PV-Anlage weniger Energie produziert, als man hätte produzieren können. Ganz schlimm wird es, wenn der komplette Ausfall einer PV-Anlage unbemerkt bleibt und keine Energie mehr erzeugt wird. Je nach Dauer des Ausfalls kann es dabei passieren, dass der Energieversorger die schon im Vorfeld ausbezahlten, monatlichen Abschlagszahlungen am Anfang des nächsten Jahres zurückfordert. Denn es wurde ja keine Energie beziehungsweise nicht die vereinbarte Menge geliefert.

Montage einer PV-Anlage. Bildquelle: © Pixabay

Hochwertige Produkte und eine fachgerechte Montage allein reichen nicht aus.

Können Sie einen Serviceeinsatz beschreiben, bei dem Sie feststellen mussten, dass der Anlagenbetreiber mit einer Überwachung einen finanziellen Ausfall hätte vermeiden können?
Ja, ein PV-Anlagenbetreiber kontaktierte uns, weil er seit acht Monaten keine Einspeisevergütung mehr bekam. Wir stellten einen kompletten Ausfall der Anlage fest. Insgesamt fehlten dem Kunden dadurch 85 MWh an Energie in diesem Zeitraum. Wäre die PV-Anlage zum Zeitpunkt des Ausfalls mit einem Monitoringsystem wie »Solar-Log« überwacht worden, dann hätte man den hohen Verlust vermeiden können. Nach dem Vorfall haben wir einen Solar-Log Datenlogger installiert. Im Störungsfall versendet er eine Meldung an den Kunden – und an uns. Über das Solar-Log WEB-Portal haben wir außerdem immer einen Überblick über die Energieproduktion der PV-Anlage. Dadurch können wir eine Wiederholung desselben Problems bei der Anlage ausschließen.

Seit wann verbauen Sie die Produktreihe Solar-Log? Und warum?
Solar-Log Produkte werden von uns seit 2011 verbaut. Sie erkennen so gut wie jeden Wechselrichter und sind bei jeder PV-Anlage einsetzbar. Zudem kann man mit Solar-Log nicht nur überwachen, sondern den Eigenstromverbrauch und die Einspeisung in das Stromnetz effizient regeln und steuern. Darüber hinaus bietet SDS ein großes Zubehörportfolio. Dazu gehören unter anderem Zähler, Sensor-Boxen, Überspannungsschutz und Heizstäbe zur Warmwassererzeugung.

Welche Vorteile bringt das System Ihren Kunden?
Es ist relativ einfach aufgebaut und schnell zu verstehen. Über das Solar-Log WEB-Portal können alle wichtigen Daten übersichtlich und individuell veranschaulicht werden. Die Grafiken darin überhäufen den Kunden nicht mit Informationen, die er nicht zuordnen kann. Es ist sehr kundenfreundlich.