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Wirtschaft in Bayern: Söder und Gaffal vereinbaren Initiative Fachkräftesicherung+

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und der Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Alfred Gaffal, haben in München eine Vereinbarung für ein Fachkräfteprogramm unterzeichnet.

»Die bayerische Wirtschaft boomt, wir haben Vollbeschäftigung in Bayern. Was die Grundlage des Wohlstandes für die Menschen in Bayern ist, hat zunehmend auch eine Kehrseite: Engpässe bei Fachkräften in verschiedenen Branchen und Qualifikationsstufen«, so Dr. Markus Söder. Gemeinsam mit der vbw will er diese Herausforderung angehen, mit der Zielsetzung, bis 2023 insgesamt 250.000 zusätzliche Arbeitskräfte für Bayern zu mobilisieren. »Dabei steht für uns das noch schlummernde heimische Potenzial im Vordergrund: ältere Arbeitnehmer, Frauen auch in Teilzeit, Langzeitarbeitslose, Jugendliche ohne Berufsausbildung und Menschen mit Behinderungen. Daneben ist die gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland ein weiterer Baustein für eine nachhaltige Strategie zur Fachkräftesicherung«, so Söder.

vbw Präsident Alfred Gaffal ergänzt: »Die vbw engagiert sich mit noch höherer Taktzahl, auch weil die demografische Entwicklung den Fachkräftemangel weiter verschärft. Die Babyboomer-Jahrgänge gehen demnächst in Rente. Dieser Verlust kann durch die jüngere Generation nicht kompensiert werden. Diese Arbeitskräftelücke kann auch durch Effizienzgewinne aus der Digitalisierung nicht ausgeglichen werden. Wir gehen bis 2023 von einer Fachkräftelücke von 250.000 und bis 2030 von über 500.000 aus. Damit können die Unternehmen ihr Produktions- und Wachstumspotenzial nicht voll ausschöpfen.« Fachkräftesicherung sei deshalb die Zukunftsaufgabe. Im Hinblick auf die Gewinnung von qualifizierten Arbeitskräften aus Drittstaaten begrüßt Gaffal das vom Bundeskabinett beschlossene Eckpunktepapier für ein Fachkräftezuwanderungsgesetz.

Die gemeinsame Initiative Fachkräftesicherung+ der Bayerischen Staatsregierung und der vbw hat sich die Gewinnung von zusätzlichen Fachkräften zum Ziel gesetzt. Im Fokus stehen dabei die Ressourcen des heimischen Arbeitsmarktes, daneben eine gezielte Anwerbung von ausländischen Fachkräften. Die Initiative beruht auf fünf Säulen (Breite Bildungsoffensive, Beschäftigungschancen verbessern, Erwerbsbeteiligung erhöhen, Arbeitspotentiale nutzen, Zuwanderung gezielt gestalten). Mit neuen zielgruppenorientierten Projekten wie der Online-Plattform »Sprungbrett Back to work«, der Werbekampagne »Ihr werdet gebraucht« oder der »Task Force Fachkräftesicherung« sollen die bereits bestehenden Initiativen nochmals intensiviert werden. Die »Task Force Fachkräftesicherung« soll mit zehn Ansprechpartnern eingerichtet werden und ist ein Serviceangebot u.a. mit Informationshotline und Internetauftritt aus einer Hand von Behörden des Freistaates und der Arbeitsagenturen für Unternehmen bei Fragen rund um die Fachkräftesicherung.