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ZVEH-Herbstumfrage: E-Handwerke bleiben weiterhin optimistisch

Im Frühjahr und im Herbst befragt der ZVEH (Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke) die Innungsfachbetriebe nach der aktuellen Geschäftslage, nach Aussichten und Erwartungen und nach der personellen Situation. Hier die wichtigsten Ergebnisse.

Die zukünftige Geschäftslage wird von den meisten Unternehmen sehr realistisch als unverändert bis leicht positiv eingeschätzt. Bildquelle: © ZVEH

Die zukünftige Geschäftslage wird von den meisten Unternehmen sehr realistisch als unverändert bis leicht positiv eingeschätzt.

Rund 1.400 Innungsfachbetriebe haben sich an der traditionellen Herbst-Konjunkturumfrage des ZVEH beteiligt und damit ein Bild von der momentanen Stimmungslage in den E-Handwerken geliefert. Der Optimismus der Branche, der sich in der Frühjahrsumfrage abzeichnete, bleibt im Wesentlichen bestehen: Die Stimmung in den Betrieben erreicht ein Herbst-Allzeithoch. Das spiegelt sich auch im aktuellen Geschäftsklimaindex wider, der mit 89,4 Punkten nur knapp unter dem Frühjahrsindex (89,9 Punkte) liegt.

Geschäftssituation

Während die gegenwärtige Geschäftssituation nach wie vor als sehr gut eingeschätzt wird, zeigten sich die befragten Betriebe dort, wo es um die Beurteilung der zukünftigen Geschäftslage geht, etwas zurückhaltender und bewiesen damit, dass sie die gesamt-wirtschaftliche Situation realistisch einschätzen.
Hatten im Frühjahr 2019 noch 67,5 Prozent der Befragten angegeben, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird, waren es jetzt noch 62,7 Prozent. An eine Verbesserung glauben 28,4 Prozent – ein Plus von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem ersten Quartal 2019. 8,9 Prozent der Umfrage-Teilnehmer gehen indes eher von einer Verschlechterung der Geschäftslage aus (Frühjahr: 4,5 %). Insgesamt sehen 91,1 Prozent der Betriebe in den Elektrohandwerken die zukünftige Geschäftslage mit Optimismus. Damit sind die Erwartungen an die Zukunft zwar im Vergleich zum Frühjahr (Frühjahr: 95,5 %) leicht rückläufig, insgesamt aber immer noch sehr positiv.

Auftragsbestand

Der aktuelle Auftragsbestand trägt zur positiven Einschätzung der aktuellen Situation bei: Mehr als die Hälfte der Betriebe ist für mindestens zwei Monate ausgelastet, 23,7 Prozent haben sogar Aufträge für vier und mehr Monate – ein Anstieg gegenüber dem Frühjahr (21,5 %). Im Bereich zwei bis vier Monate stieg der Anteil von 26,7 im Frühjahr ebenfalls leicht, auf nun 26,8 Prozent, an.

Umsatzverteilung

Zu den Umsatztreibern gehören vor allem die Bereiche Energie- und Gebäude- sowie Informationstechnik. Das ist zum einen auf die zunehmende Nutzung vernetzter Smart-Home-Technologien sowie auf die Digitalisierung zurückzuführen, zum anderen auf die wachsende Bedeutung intelligenter Energiemanagementsysteme im Zuge der Energiewende. Letzteres zeigt: Die Elektrohandwerke leisten mit ihrer Arbeit, unter anderem auch im Bereich Elektromobilität oder Photovoltaik, einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.
Leichte Veränderungen zeigen sich bei der nur einmal jährlich, im Herbst, abgefragten Umsatzverteilung: Hier ging der Anteil des Umsatzes, der auf private Auftraggeber entfiel, im Vergleich zum Vorjahr mit 35 Prozent ganz leicht zurück (Herbst 2018: 36 %), während er im Bereich der gewerblichen Wirtschaft stieg (von 38 auf nun 39 %). Der Anteil öffentlicher Auftraggeber sowie der Wohnungsgesellschaften am Umsatz blieb gleich.

Personal

Zum Thema Personalplanung liefert die Herbst-Konjunkturumfrage ebenfalls neue und vor allem erfreuliche Erkenntnisse. So gab ein Viertel der befragten Betriebe an, dass sich ihr Betrieb personell vergrößert hat – und das trotz der angespannten Situation auf dem Fachkräftemarkt!