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Data Design System: Alle Gewerke intelligent vernetzt

Ein Bauprojekt aus Köln zeigt, wie moderne Hausautomation verschiedenste gebäudetechnische Komponenten zu einem intelligenten Gesamtsystem verknüpfen und für mehr Energieeffizienz und Wohnkomfort sorgen kann. Die KNX-Gebäude­systemtechnik wurde mithilfe eines modernen CAD-Werkzeugs geplant.

Jeder Raum des Gebäudes wurde mit Präsenzmeldern und CO2-Sensoren ausgestattet. Bildquelle: © Data Design Systems

Jeder Raum des Gebäudes wurde mit Präsenzmeldern und CO2-Sensoren ausgestattet.

Ziel des betreffenden Bauvorhabens war die Automatisierung der Gebäudetechnik eines Einfamilienhauses aus dem gehobenen Segment, das über drei Etagen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 300 m² verfügt. Um den hohen Anforderungen des Bauherrn an die Energieeffizienz des Gebäudes gerecht zu werden, sollte das wärmepumpenbasierte Heizsystem des Wohnhauses über ein ausgeklügeltes KNX-System mit der Elektroinstallation und der Lüftung intelligent vernetzt werden. Für eine weitgehend netzunabhängige Stromversorgung war auch der Einsatz einer Photovoltaikanlage angedacht.

Detaillierte Vorgespräche erleichtern die Planung

Damit die verschiedenen Komponenten optimal zusammenarbeiten, musste das »Nervensystem« des Einfamilienhauses – die Gebäudesystemtechnik – sorgfältig geplant und die Schnittstellen zwischen den Gewerken exakt abgestimmt werden. »Ganz entscheidend ist hier die Planungsvorbereitung«, erläutert Marcel Reinecke, der einen gleichnamigen Elektromeisterbetrieb sowie ein Planungsbüro in Simmerath führt. Gemeinsam mit dem Bauherrn legte das Planungsbüro M. Reinecke daher in umfassenden Gesprächen die genauen Ziele der Automation fest. »Dabei wurden auch bestimmte Anforderungen, etwa hinsichtlich der Bedienung des Systems, definiert und geeignete Komponenten ausgewählt. Hier haben unsere Kunden häufig sehr konkrete Vorstellungen«, ergänzt der Elektromeister.

Automation von Raumtemperierung und Beleuchtung

So sollte das KNX-System beispielsweise bei der Regelung der Raumtemperaturen sowohl den Sonnenstand als auch die Daten von Temperaturfühlern in den Räumlichkeiten berücksichtigen. Dadurch lässt sich das Verschattungssystem bedarfsoptimiert ansteuern, um die Räume passiv zu erwärmen oder den Wärmeeintrag zu reduzieren. Des Weiteren sollte die Fußbodenheizung nur aktiviert werden, wenn die Fenster geschlossen sind, um Wärmeverluste zu vermeiden.
Für die tageslichtabhängige Beleuchtung im Gebäudeinneren wünschte sich der Kunde zudem eine spezielle, ebenfalls in das System eingebundene Lichtmanagementlösung. Zusätzlich wurden in allen Räumen Präsenzmelder und CO2-Sensoren eingeplant. Die Steuerung der gesamten Gebäudetechnik sollte über ein stationäres Bedienpanel sowie per Tablet oder Smartphone erfolgen.