Hekatron: Moderner Brandschutz

Wer nicht den Anschluss verlieren will, sollte spätestens jetzt seine Geschäftsmodelle und Dienstleistungen in Richtung Digitalisierung anpassen. Selbstverständlich gilt das auch für das Thema Brandschutz.

Hekatron Bildquelle: © Hekatron

Der Sicherheitstechniker der Zukunft erkennt, welche Datenpunkte im Smart Building vorhanden und welche dieser Datenpunkte verknüpfbar sind.

Wie bei allen sicherheitsrelevanten Produkten oder Dienstleistungen lässt sich dank digitaler Daten, ihrer Verknüpfung und Analyse die Sicherheit für Mensch und Umwelt um ein Vielfaches erhöhen. Hekatron hat sich zum Ziel gesetzt, den Brandschutz ins digitale Zeitalter zu führen. Die neueste Entwicklung in diese Richtung ist dabei der »Genius Port«: Er hebt den Brandschutz auf das nächste Level, indem er im Brandfall eine Push-Nachricht auf mobile Endgeräte sendet. Voraussetzung dafür ist ein funkvernetzter Rauchwarnmelder. Der Genius Port ist aber auch ein Gateway, das mit anderen Produkten im Smart Home interagiert. Aktuell gibt es bereits zwei Smart-Home-Partner: Das Unternehmen digitalStrom kann jedes elektrisch betriebene Gerät smart machen. So kann der Nutzer im Brandfall beispielsweise das Licht in bestimmten Räumen oder im Treppenhaus einschalten. Zweiter Kooperationspartner ist Smartfrog: Das Unternehmen ermöglicht es, mit Webcams ausgestattete Räume einzusehen. Im Brandfall kann so auch schnell visuell aus der Ferne überprüft werden, ob und wo genau sich der Brand entwickelt hat.

Warum solche Angebote wichtig sind? Zum Beispiel für körperlich oder geistig eingeschränkte, aber auch ältere Menschen. Denn wenn das Signal der Rauchwarnmelder zusätzlich sofort an Dritte weitergeleitet wird – Nachbarn, Verwandte oder Service-Leitstellen –, sichert das die Bewohner deutlich besser ab. Zumal das System im Fall eines Alarms automatisch meldet, welcher Rauchwarnmelder den Alarm ausgelöst hat – und damit zugleich, wo sich der mutmaßliche Brandherd befindet.

Trotz aller Vorteile steckt das Thema Smart Home in Deutschland aktuell noch in den Kinderschuhen: So sind nur rund zwei Millionen Haushalte bereits mit Smart-Home-Systemen ausgestattet, 2022 sollen es laut Verband der Internetwirtschaft eco3 und des Marktforschungsunternehmens Arthur D. Little allerdings bereits rund acht Millionen sein.

Andreas Seltmann ist Geschäftsbereichsleiter Marketing & Kommunikation bei Hekatron Brandschutz Bildquelle: © Hekatron

Der Autor: Andreas Seltmann ist Geschäftsbereichsleiter Marketing & Kommunikation bei Hekatron Brandschutz

Trendstudie: Smart Building 2030

Wie sich die Geschäftsmodelle in der Sicherheitstechnik der Zukunft verändern könnten, zeigt eine spannende Trendstudie des Trendforschungsinstituts 2b AHEAD ThinkTank GmbH in Kooperation mit Hekatron Brandschutz und der Schlentzek & Kühn GmbH von 2017. Die Macher der Studie gehen davon aus, dass das Themenfeld Sicherheit neu betrachtet werden muss, um das sehr individuelle Sicherheitsbedürfnis der Kunden bedienen zu können. Ferner heißt es: »Bis 2030 werden die Prozesse im Smart Building automatisiert – und das ist erst der Anfang. Künstliche Intelligenz ist der nächste große Entwicklungssprung.« Bevor es aber so weit ist, würden immer mehr Gebäudekomponenten mit dem Internet verbunden, um so einen Mehrwert für die einzelnen Interessensgruppen, wie zum Beispiel Investoren, Betreiber, Mieter oder Besucher zu bieten.

Hekatron Brandschutz hat bereits seit Jahren das Thema »effizienter Betrieb von Brandmeldeanlagen« im Blick und investiert intensiv in die Vernetzung: So ermöglicht die Lösung »Hekatron Remote« beispielsweise den vollumfänglichen, ortsunabhängigen Zugriff auf das Bedienfeld und die Software der Hekatron Brandmelderzentrale »Integral IP«. Der Vorteil liegt auf der Hand: Fach-Errichter werden im Bedarfsfall automatisch informiert, können ihren Service und die Instandhaltung optimieren und Mitarbeiter gezielter einsetzen – das Problem also auch aus der Ferne lösen.

Die Studie denkt aber noch weiter und prognostiziert, dass sich die Märkte der Zukunft weniger am Produkt selbst festmachen, sondern vielmehr an der Interpretation und Weiterverarbeitung der erhobenen Daten – hier kommt auch das Thema Künstliche Intelligenz ins Spiel. Denn ein Mensch sei nicht in der Lage »die Datenmengen der Zukunft a) umfassend, b) in ihrer vollen Komplexität und c) in Echtzeit zu überblicken und zu interpretieren. […] Bereits in sehr naher Zukunft werden wir den Punkt erreicht haben, an dem wir feststellen: Systeme mit Künstlicher Intelligenz treffen Entscheidungen – und sie treffen sie besser.«

Drei »Ds« für die Zukunft

Bei dem Thema Digitalisierung und Daten ist noch ein drittes Wort mit D zu beachten: Dienstleistung. Konzepte wie »HPlus« von Hekatron Brandschutz zielen in diese Richtung. Hier können Kunden auf Wunsch auch individuelle Unterstützung bei der Planung, der Finanzierung, der Personalentwicklung und der Vernetzung erhalten. Zum Angebot gehören auch Weiterbildungen und Webinare, um die Mitarbeiter permanent auf dem neuesten Wissensstand zu halten.

Die Macher der Studie geben einen klaren Ausblick: Nur wer bereit ist, umzudenken und sich den Trends der Zukunft anzupassen, wird erfolgreich sein. Dafür sei es zentral wichtig, neue Kompetenzen zu entwickeln: Der Sicherheitstechniker der Zukunft ist derjenige, der erkennt und weiß, welche Datenpunkte in einem intelligenten Gebäude sinnvoll verknüpfbar sind. Und er ist derjenige, der Erfahrung darin hat, einen Zugang zu diesen Daten zu finden. Eine Zukunft, die Hekatron Brandschutz zusammen mit seinen Kunden aktiv mitgestalten wird. 

 

Mehr Ausblicke in die Zukunft finden Sie in unserem Online-Special »70 Jahre elektrobörse smarthouse«.