E-Mobility: Neues Eichrecht für E-Ladesäulen

Am 1. April 2019 beginnt ein neues Zeitalter für die E-Mobility-Branche. Zu diesem Zeitpunkt enden die eichrechtlichen Übergangsfristen für E-Ladesäulen.

E-Mobility-Ladesäulen mit Messgeräten Bildquelle: © www.emh-metering.de

Auf die Anbieter von Ladesäulen kommt ein Kraftakt zu.

Ab sofort müssen alle Neuinstallationen, an denen mit nachgelagerter Rechnung bezahlt wird, ein von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zugelassenes Messgerät aufweisen.

E-Tanken soll transparenter werden

Bereits installierte Ladesäulen müssen daher zeitnah umgerüstet werden. Das Messgerät wird künftig festhalten, wer wann und wo getankt hat. Die neuen eichrechtlichen Regeln legen auch den Ablauf des Abrechnungsprozesses fest – von der Messung über die Datenübertragung bis zur Rechnungsprüfung. E-Tanken soll dadurch für die Kunden transparenter werden.

Ein Kraftakt für die Anbieter

»Diese neuen Regeln sind eine entscheidende Grundlage für eine zukunftsweisende E-Ladeinfrastruktur«, betont Peter Heuell, Geschäftsführer der EMH metering GmbH. Den Anbietern steht hingegen durch die neuen Vorgaben ein Kraftakt bevor: Sie müssen ihre Ladestationen jetzt umrüsten und eine Zulassung für das Gesamtkonzept einholen. Erschwerend kommt hinzu: Die Lieferung von Strom muss ab sofort grundsätzlich über die Kilowattstunde erfolgen. Ein Abrechnungsmodus ohne kWh-Ausweisung, wie es zurzeit noch mit »Pay-per-Use« möglich ist, kann nicht mehr als Schlupfloch genutzt werden.

Verschärfte Vorgaben auch für die DC-Ladetechnologie

Eine eichrechtlich zulässige Messlösung steht bereits zur Verfügung: Der E-Mobility-Zähler der EMH Metering wurde von der PTB zugelassen und ermöglicht eine gesetzeskonforme Ladeinfrastruktur, die zudem mit einer speziellen Prüf-Software verknüpft werden kann. Mögliche Abweichungen im Tankverhalten werden für die Kunden so leichter erkennbar.

Zum 1. April verschärfen sich auch die Vorgaben für die DC-Ladetechnologie: Die Abrechnung bei DC-Ladesäulen mit AC-Zählern ist endgültig verboten. Bisher war die Nutzung eines AC-Zählers erlaubt, wenn pauschal ein Abschlag von 20 Prozent vom Messwert abgezogen wurde. Diese Ausnahmeregelung endet nun.