Jung: Eine Lösung für modulares und serielles Bauen

Industrielle Vorfertigung im Bau erhöht die Effizienz – auch im Elektrohandwerk. Doch ein entscheidender Schritt fehlte dort bislang.

Die Verkabelung von plug + go setzt auf das Prinzip der Steck-Installation. Das führt zu einem schnell und sicher installierten System. Bildquelle: © Henrik Schipper

Die Verkabelung von plug + go setzt auf das Prinzip der Steck-Installation. Das führt zu einem schnell und sicher installierten System.

Modulare Komponenten und industrielle Vorfertigung erleichtern die Arbeit auf der Baustelle enorm. Zum einen verkürzt sie die Bauzeit, zum anderen kann die Vorproduktion die Qualität erhöhen. Darüber hinaus vereinfacht sie die Montage im Projekt und verkürzt die Bauzeitplanung. So können durch industrielle Vorfertigung die Gesamtkosten deutlich reduziert werden.

Entscheidender Schritt fehlte bislang

Natürlich ist das alles auch für Fachleute der Elektrotechnik nicht neu: Der Einsatz von vorkonfektionierten Haupt- und Etagenverteilern, Brüstungskanälen oder Kabelführungssystemen ist bereits weit verbreitet. Allerdings ist »vor der Wand« nach wie vor eine manuelle Verdrahtung nötig. Zudem bedeutet eine schlecht strukturierte Verkabelung einen erschwerten Arbeitsablauf für den Installateur vor Ort. Die Schnittstelle zwischen Wand und Schalter oder Steckdose wurde in der Vorfertigung bislang vernachlässigt. Jung bietet nun mit plug + go eine vorkonfektionierte Lösung für die schnelle und saubere Elektroinstallation, basierend auf dem Stecker- und Verkabelungssystem des Kooperationspartners Wieland.

Elektroinstallation effizienter gestalten

Das Geheimnis: Stecken statt schrauben. Damit sinkt die Montagezeit auf der Baustelle um bis zu 70 Prozent. Zudem reduzieren sich die Gesamtkosten um bis zu 30 Prozent im Vergleich zur herkömmlichen Planungs- und Installationsweise. Auch zwei weitere Faktoren sind entscheidend: Da plug + go steckfertig und zu 100 Prozent geprüft das Werk verlässt, kann das System als sicher betrachtet werden.  So sinkt die Fehlerhäufigkeit auf der Baustelle, während die Ausführungsqualität steigt. Serielles und modulares Bauen im E- Handwerk ist eine geeignete Lösung für Projekte, in denen sich Räume häufig wiederholen – wie z. B. in Bettenhäusern, Schulen, Studentenwohnheimen, Bürogebäuden und dem modularen Wohnungsbau. Zuletzt wurde plug + go unter anderem bei der Sanierung eines Hotels eingesetzt.

Von der Planung bis zum letzten Kabel

Im Zentrum der Stadt Siegburg liegt das familiengeführte Kranz Parkhotel. Über 100 Zimmer und Suiten wurden renoviert. Der Clou: Im Vorfeld einmal geplant, war durch plug + go die Elektroinstallation am Objekt zügig durchgeführt. Darüber hinaus zeigt dieses Referenzprojekt, dass vorkonfektionierte Bauteile keineswegs nur auf unansehnliche Massenware beschränkt sind: Das 4-Sterne-Hotel ist überaus stilvoll, die Ausstattung erfolgte mit Blick fürs Detail. Dabei vereinfachte plug + go die Arbeit der Installateure vor Ort. Dank des Baukastensystems lässt sich das steckfertige System von Unterputz-Kombinationen mit Einsätzen individuell mit den verschiedenen Komponenten bestücken und schnell installieren. Passgenau zu den Kombinationen von Jung liefert das Partner-Unternehmen Wieland Anschlussleitungen, Verteiler und Zuleitungen der Grundinstallation. Auch Architekten und Investoren profitieren von diesem Systeme, denn sie bekommen Planungssicherheit, weil Termine und Kosten verlässlicher kalkuliert werden können.