BAB Technologie: Mit »CubeVision« wird die Gebäudevisualisierung zum Kinderspiel

Bisher war die Programmierung hochwertiger Grafiken zeitaufwendig und teuer. Dank CubeVision gelingt die Visualisierung hochwertig gestalteter Grafiken im Handumdrehen.

Bildquelle: © CubeVision

Lange Zeit galt es als Fortschritt, wenn man an Stelle eines fest verdrahteten Bedientableaus die Gebäudetechnik über den PC steuern konnte. Tabellarische Ansichten waren damals Stand der Technik und der Nutzer freute sich, wenn er per Mausklick auf kleine Icons Leuchten an oder aus schalten konnte. Über die Jahre und den Siegeszug der Bussysteme im Gebäude hat sich natürlich auch die Anmutung der Visualisierungen stark gewandelt. So nutzte man beispielsweise Grundrisse, um einen besseren Überblick zu erlangen.

Erwartungen der Nutzer gestiegen
Seit Tablets und Smartphones als Allroundbegleiter die Kommunikation dominieren, sind die Erwartungen der Nutzer an die Bedienfreundlichkeit und die Qualität der Grafik enorm gestiegen. Wer Tausende in eine leistungsstarke Gebäudetechnik und Bedienelemente aus edlen Materialien in ausgefallenen Designs investiert, der toleriert keine Visualisierung mehr, die aussieht, als liefe sie auf einem altertümlichen Monochrom-Monitor. Durch andere Anwendungen vom Computerspiel bis zum Navigationsgerät verwöhnt, erwarten Nutzer eher dreidimensionale Ansichten und intuitiv bedienbare Touchoberflächen als Bedienmöglichkeiten. Solche wurden in der Vergangenheit schon vielfach für Gebäude programmiert – waren aber durch ihre Individualität vergleichsweise teuer.

Damit für jede KNX-Anlage eine bezahlbare Visualisierung erstellt werden kann, die den hohen Ansprüchen der Nutzer genügt, hat das Dortmunder Unternehmen bab-tec [1] ein neues Tool entwickelt. CubeVision heißt die Software aus der Ideenschmiede der Visualisierungsprofis. Das Unternehmen, das mit dem eibPort - einer Schnittstelle zwischen der KNX- und der Ethernet-Welt - schon mehrfach die Branche revolutionierte, markiert damit einen weiteren Meilenstein bei der Visualisierung von Gebäudetechnik. »Wir haben einen Weg gesucht, um eine Gebäudevisualisierung auf dem heutigen Stand der Technik und des Designs zu erstellen, die der Elektroinstallateur selbst realisieren kann« erklärt Mario Baurmann, Produktmanager bei bab-tec und maßgeblich an der Entwicklung von CubeVision beteiligt.

Würfelanordnung der Räume
Wie der Name schon vermuten lässt, sind hier die Räume wie die Seiten eines Würfels angeordnet. Durch horizontale Gestensteuerung kommt man in die einzelnen Räume; vertikal kann man die Etagen wechseln. Das Besondere: Für jeden Raum können speziell gestaltete Grafiken als Hintergrundbild gewählt werden. Sie zeigen zum Beispiel Bäder oder Schlafzimmer mit ihren typischen Elementen in ansprechender 3D-Ansicht – Ton in Ton gehalten und damit edel-modernes Passepartout für den jeweiligen Raum. Passend dazu findet der Nutzer ein Bedienfenster, in dem die in diesem Raum am häufigsten benutzen Funktionen angezeigt werden. Auch dieses Fenster ist bereits bedienfertig gestaltet – alle Icons und Schriften haben ein durchgängiges Design und verwenden Symbole, die schon durch andere Geräte oder Apps vertraut sind. Dadurch wird nicht nur die Erstellung der Visualisierung, sondern auch die Bedienung für den Nutzer besonders einfach möglich.

Erweiterte Ansichten per Fingertipp
Wer komplexe Anwendungen nutzen möchte, der gelangt per Fingertipp in die erweiterten Ansichten. Hier kann beispielsweise Musik gesteuert, das aktuelle Wetter oder das Bild einer Außenkamera angezeigt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich hier Grafiken mit Verbrauchsdaten anzeigen zu lassen, um jederzeit einen Überblick über den Stromverbrauch zu haben. Die Funktionalität ist also uneingeschränkt – die Erstellung und Bedienung aber trotzdem einfach und übersichtlich.

Wer Cube Vision nutzen möchte, benötigt dafür als Hardware den eibPort ab Version 3 und das kostenlose Firmware-Update. Ein Musterprojekt von CubeVision ist hier bereits enthalten und kann so verändert werden, dass es zum konkreten Projekt passt. Auch die unterschiedlichen Hintergrundgrafiken sind hier bereits integriert – wer möchte, kann aber auch Fotos selbst schießen, am Computer bearbeiten und dann hier als Hintergrundgrafik hochladen.

ESF-Datenbank ist Basis
Alle Teilnehmer und Funktionen lassen sich komfortabel aus der ETS in die ESF-Datenbank laden, die als Basis für die Visualisierung dient. Anschließend können die Funktionen den einzelnen Räumen zugeordnet werden, wodurch das Bedienfenster für den jeweiligen Raum automatisch gefüllt wird. Die Visualisierung erstellt sich also quasi von selbst und die Bedienflächen werden automatisch im durchgängigen Design gestaltet und um die ausgewählten Funktionen ergänzt. Dadurch muss man als Programmierer überhaupt nicht mehr darüber nachdenken, wie man Schaltflächen anordnet oder optisch gestaltet – alles fügt sich wie von selbst zusammen, von Designprofis entwickelt und aus einem Guss. Die Funktionen, die am häufigsten genutzt werden, stehen jeweils oben in der Liste – wer das nicht möchte, kann aber auch feste Reihenfolgen definieren.

Auch für ältere KNX-Projekte, die bisher an den Kosten für eine hochwertige Visualisierung scheiterten, ist CubeVision eine echte Alternative. Besondere Lizenzen brauchen die Nutzer von CubeVision übrigens nicht zu kaufen– wie alle Visualisierungslösungen von bab-tec ist auch das neue Tool für die Käufer der Hardware frei verwendbar.