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Buskommunikation: So läuft das Smart Home rund

Für viele Hausbesitzer ist es bereits Realität: Rollläden an den Fenstern öffnen und schließen automatisch. Die Heizung, die sich tagsüber abschaltet, weil niemand zu Hause ist. Was aber passiert, wenn die intelligente Steuerung mal nicht so rund läuft? Muss der Fachmann dann gleich ins Haus kommen?

Modernes Smart Home mit Pool Bildquelle: © PEAKnx

Das smarte Zuhause liegt im Trend. Doch was passiert, wenn es einmal nicht rund läuft?

Viele Hauseigentümer entscheiden sich mittlerweile dazu, ihr Haus mit einer intelligenten Steuerung auszustatten oder direkt »smart« zu bauen. Auf diese Weise möchten sie Energiekosten sparen, die private Sicherheit erhöhen und den Alltag bequemer gestalten.

Für den Einbau einer solchen Steuerung suchen sich viele Hauseigentümer oder Bauherren die Unterstützung durch einen Systemintegrator, der umfassendes Know-how in der Realisierung von Smart-Home-Projekten mitbringt. So lassen sich Fehler schon in der Planungsphase vermeiden. Bei der Umsetzung gilt es jedoch, vieles zu beachten. Deshalb ist es sinnvoll, auf etablierte Standards wie KNX, einen Feldbus zur Gebäudeautomatisierung, zurückzugreifen. Laut einer Studie des britischen Marktforschungsinstituts BSRIA (»Smart Home/Light Commercial Market Study«, April 2017) ist KNX in Deutschland und in vielen weiteren europäischen Ländern das am häufigsten eingesetzte Kommunikationsprotokoll im Bereich Gebäudeautomatisierung. Für die Konfiguration des Netzwerks hat sich die »Engineering Tool Software« (ETS) weltweit als Standard etabliert.

 

Ein KNX-Netzwerk nutzen

Um den KNX-Standard im Bereich Gebäudeautomatisierung zu nutzen, greifen Systemintegratoren in der Regel auf ein KNX-USB-Interface zurück, das in einem Schaltschrank innerhalb des Gebäudes zu montieren ist. Um das KNX-Netzwerk zu konfigurieren, benötigt der Systemintegrator einen Computer mit aufgespielter ETS. Zudem muss er sich vor Ort befinden, um seinen Laptop mit dem Netzwerk zu verbinden.

Anschließend gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder hat der Kunde vor Ort einen sogenannten »USB-Connector«, der es erlaubt, Fehler im KNX-Netzwerk schnell zu identifizieren. Der Kunde kann auf diese Weise selbst auf das KNX-Netzwerk zugreifen und die Daten anschließend an den Integrator übermitteln – oder der Systemintegrator kann per Fernwartungstool darauf zugreifen. Bei Problemen entstehen so keine Kosten für einen Besuch durch den Fachmann. Wenn der Integrator den USB-Connector nicht vor Ort belässt, benötigt der Kunde kein KNX-USB-Interface – was natürlich kostengünstiger ist. Bei auftretenden Problemen kann es dann jedoch sein, dass er extra kommen und den USB-Connector an das KNX-Netzwerk anschließen muss, um den KNX-Bus auslesen zu können.