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Sigfox: Sensor-to-Cloud mit LPWA-Netz

Bisher war die IoT-Anbindung von Gebäuden eine sehr teure Angelegenheit. Doch nun ermöglicht das neue Sigfox-Netz eine besonders kostengünstige und energieeffiziente Sensor-to-Cloud-Kommunikation, was ganz neue Anwendungsfelder eröffnet.

Für das universelle Sigfox-Netz finden sich nicht nur in Gebäuden, sondern auch in Smart Cities zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Bildquelle: © Sigfox

Für das universelle Sigfox-Netz finden sich nicht nur in Gebäuden, sondern auch in Smart Cities zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.

Das Low Power Wide Area Network (LPWAN) Sigfox zeichnet sich durch eine besonders schlanke und sichere Sensor-to-Cloud-Kommunikation aus. Sie ermöglicht es, Dinge anzubinden, die bislang noch gar nicht angebunden werden konnten. Davon können Betreiber von Liegenschaften aller Art profitieren und die Kosten ihres Facility Managements reduzieren. Das Netz, das global ausgebaut wird, hat in Deutschland bereits eine Netzabdeckung von 65 Prozent und bis Ende 2018 soll sie 85 Prozent betragen.

 

Kostengünstiger Betrieb

Im Vergleich zu alternativen Wegen ins IoT sind die »Total Costs of Ownership« (TCO) einer Sigfox-Connectivity sehr gering. Sigfox-Module kosten nur rund 2 Euro und mit ihrer geringen Leistungsaufnahme lassen sich Devices entwickeln, die eine Batterielaufzeit von 10 Jahren und mehr erreichen, was den Wartungsaufwand gegen Null tendieren lässt. Da die Verbindungsentgelte zudem vom OEM mit dem Kauf der Module direkt erworben werden, sind der Handling- und der Verwaltungsaufwand für die Funklizenzen gegenüber SIM-Karten basierten Tarifmodellen zudem gering.

Es gibt sogar Logik, die man ausschließlich für Einmalverbindungen ins Internet nutzen kann. Diese soll rund 20 Cent kosten, was ganz neue Anwendungen ermöglicht wie beispielsweise die Überwachung einer Zählerplombe oder Gehäusesicherung, die bei Öffnung sofort eine Nachricht absetzt und so unmittelbar vor Missbrauch warnt.

 

Globales Netz für Liegenschaften

Das Sigfox-Netzwerk erlaubt es, eine Zwei-Wege-Verbindung zwischen den Geräten und der Cloud herzustellen. Es nutzt 192 kHz des lizenzfreien Bands, um Nachrichten per Funk auszutauschen. Die Modulation erfolgt über die Ultra-Schmalbandtechnologie: Jede Nachricht hat eine Bandbreite von 100 Hz und wird mit einer Datenrate von 100 Bits pro Sekunde übermittelt. Durch so ein Signal können Sigfox-Basisstationen und Devices auch bei Deep-Indoor-Applikationen heraus aus Kellern und Schächten sowie über weite Entfernungen hinweg störungsfrei kommunizieren. Es wird dadurch auch nur eine geringe Anzahl von Basisstationen benötigt, um selbst große Gebiete abzudecken.

 

Kostenvorteile durch IoT-Anbindung

Es ist aber nicht nur die Kostenersparnis bei der IoT-Anbindung, die das Netz so interessant macht. Es sind vielmehr die vielen Vorteile, die Anwender aus einer kostengünstigen IoT-Anbindung erzielen. Der enorme Aufwand, den Versorgungsunternehmen und Liegenschaftsbetreiber beispielsweise bei der Walk-by-Ablesung von Verbrauchswerten an Gas- oder Wasserzählern sowie an Heizkörperthermostaten noch immer betreiben, wird auf Null gesetzt, da niemand mehr vor Ort sein muss, um diese Daten zu ermitteln.

Das Fernauslesen mit Sigfox-Devices funktioniert dabei selbstverständlich auch aus Kellern und Schächten heraus, wobei die Geräte eine hohe Reichweite von 3 bis 5 Kilometern in Ballungszentren erreichen, über Land mit wenig störenden Gebäuden sogar 30 bis 50 Kilometer.