Handwerkskammer Chemnitz: Sparen mit effizientem Lastmanagement

Die Handwerkskammer Chemnitz setzt auf das Gebäudemanagementsystem »Emalytics« von Phoenix Contact. Nicht nur wegen der einfachen Integration der Feldgeräte sowie deren übersichtlicher Visualisierung. Auch die Auszubildenden werden im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung geschult.

Handwerkskammer Chemnitz Außenansicht Bildquelle: © Phoenix Contact Deutschland GmbH

Die Handwerkskammer Chemnitz stellt 300 Theorie- und 500 Praxisausbildungsplätze für etwa 30 Berufe bereit.

Mit rund 244.000 Einwohnern ist das im Südwesten des Freistaats Sachsen gelegene Chemnitz nach Leipzig und Dresden die drittgrößte Stadt des Bundeslands. Wenn die Zahl der an die örtliche Handwerkskammer angeschlossenen Handwerksunternehmen betrachtet wird, befindet sich die Stadt im sächsischen Vergleich jedoch an erster Stelle. Stand 2017 vertritt die Chemnitzer Handwerkskammer 23.412 Betriebe, die in der Stadt sowie umliegenden Kreisen ansässig sind. Auf 1000 Einwohner kommen so 16 Unternehmen. Diese Zahl liegt weit über dem Bundesdurchschnitt von 12,3 Betrieben pro 1000 Einwohner.

Aufgrund des hohen Bildungsbedarfs im Handwerk hat die Handwerkskammer Mitte der 1990er-Jahre in Chemnitz und Plauen moderne Bildungs- und Technologiezentren errichtet. In Chemnitz stehen jetzt 300 Theorie- und 500 Praxisausbildungsplätze für etwa 30 Berufe zur Verfügung. Dabei ist die Bildungsarbeit auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Unternehmen ausgerichtet. Es werden also auch neue Technologien praxisnah vermittelt. Das Leitbild der Handwerkskammer stellt zudem fest, dass »Sparsamkeit, Verantwortungsbewusstsein und Transparenz im Umgang mit den anvertrauten Mitteln die Grundlage des Wirtschaftens sind«. Das spiegelt sich in der Umsetzung der eigenen Gebäudeautomation wider. Denn dort wird ein intelligentes und energieeffizientes Gebäudemanagementsystem von Phoenix Contact eingesetzt.

 

Verfügbare Energie optimal einsetzen

Im Zuge der Zertifizierung gemäß DIN ISO 50001 hat die Handwerkskammer Chemnitz ein Konzept zur Energiedatenerfassung und bedarfsgerechten Verwendung der verschiedenen Energieträger und -verbraucher in ihre Gebäudeautomationslösung integriert. Neben einer 22-kW-Photovoltaikanlage umfasst das Konzept einen Batteriespeicher sowie Ladestationen für Elektroautos. Ein intelligentes Lastmanagement sorgt dafür, dass die aktuell am Standort verfügbare Energie optimal eingesetzt und ein maximaler Eigennutzungsgrad erreicht wird. Auf diese Weise lässt sich unter anderem das Auftreten von Lastspitzen vermeiden, die zu einer erheblichen Steigerung der Grundkosten führen können, die der Energieversorger in Rechnung stellt.

In der gesamten Energieversorgung der Liegenschaft fungieren die beiden installierten Ladepunkte als Speicher und Verbraucher. Bei Bedarf können sie gedrosselt oder deaktiviert werden, um temporäre Lastspitzen zu kompensieren. Die ermittelten Leistungsdaten der Photovoltaikanlage und des Batteriespeichers sowie die vom Energieversorger bezogene Energiemenge bilden die Grundlage für ein effizientes Lastmanagement. Zwecks Realisierung einer zukunftsgerichteten Lösung ist im Automatisierungskonzept bereits eine weitere geplante Photovoltaikanlage berücksichtigt worden, die auf dem Dach der Ausbildungswerkstatt verbaut werden soll.

Im Rahmen der Zertifizierung gemäß DIN ISO 50001 werden ferner alle Messdaten der Wärmemengenzähler der solarthermisch unterstützten Wärmeversorgung überwacht. So lässt sich die Anlage in einem optimalen Betriebszustand fahren. Der nachhaltige Automatisierungsansatz ist in Zusammenarbeit mit dem Elektro-Handwerksbetrieb Elektro Vieweg GmbH & Co. KG sowie den Gebäudeautomationsspezialisten von Phoenix Contact umgesetzt worden.