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Projektbericht: Sonnenschutz für angehende Tänzerinnen und Tänzer

In den Unterrichtsräumen und Büros des Hauptgebäudes der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden kam es in den Sommermonaten zu hohen Temperaturen. Deshalb wurde MK Markisen und Rollladenbau mit der Installation eines Sonnenschutzsystems beauftragt.

Fassade des Gebäudes von außen mit geschlossenem oder teilgeschlossenem Sonnenschutz. Bildquelle: © Somfy

Die Palucca Hochschule für Tanz geht auf die Tänzerin und Tanzpädagogin Gret Palucca (1902 – 1993) zurück. Bereits 1925 gründete sie ihre eigene Schule. In der Zeit des Nationalsozialismus ab 1936 war es Palucca nicht mehr gestattet, Freien Tanz zu vermitteln, nach Kriegsende aber begann sie erneut mit dem Aufbau einer Tanzschule, aus der später die Palucca Hochschule für Tanz Dresden hervorging.

Die Palucca Hochschule für Tanz bietet heute Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Tanz, Tanzpädagogik und Choreografie, ein Meisterklassenstudium sowie ein Elevenprogramm an. Sie verfügt zudem über eine allgemeinbildende Oberschule mit Teilzeitstudium parallel zur Oberschulausbildung. Ihr Hauptgebäude ist ein 1953 bis 1955 errichteter neoklassizistischer Bau in Betonbauweise, der unter Denkmalschutz steht.

 

Sonnenschutzkonzept mit Denkmalschutzauflagen

In den Unterrichtsräumen und Büros kam es laut Jörg Schotte, Referatsleiter Organisation/IT der Palucca Hochschule zu unangenehmen Blendwirkungen und hohen Temperaturen in den Sommermonaten. Da das Hauptgebäude unter Denkmalschutz steht, mussten bei der Planung des Sonnenschutzes verschiedene Einschränkungen berücksichtigt werden.

Die Fassade sollte weitgehend unverändert erhalten bleiben. Auch sollten Eingriffe in die Bausubstanz im Innern des Hauses möglichst gering ausfallen. Da das Gebäude aus Beton errichtet ist, wären aufwendige Verkabelungen nur mit hohem baulichem Aufwand umzusetzen gewesen. Die Installation des Sonnenschutzes musste zudem im laufenden Hochschulbetrieb erfolgen – ohne diesen einzuschränken.

 

Kabellose WLAN-Vernetzung

Die Firma MK Markisen und Rollladenbau aus Freital entwickelte gemeinsam mit Gebäudeautomationsspezialist Somfy ein Sonnenschutzkonzept, um diese Anforderungen zu erfüllen. 70 Fenster wurden mit außen liegenden, transparenten Screen-Behängen versehen, die genügend Hitze- und Blendschutz geben und selbst in geschlossenem Zustand ausreichend Tageslicht in die Räume einlassen.

 

Den Antrieb der Screens übernehmen 70 Somfy Sunea io Antriebe. Die Vernetzung erfolgt über Funk, sodass außer dem 230-Volt-Anschluss für die Antriebe und einer Vernetzung von Building Controller und vier Subcontrollern keine weiteren Kabelverbindungen erforderlich waren. Das Somfy animeo IP/io System baut dafür ein eigenes WLAN auf, das über einen zentralen Hotspot und Repeater mit den Antrieben kommuniziert.

»Dass jeder Antrieb auf verschiedene Router zugeordnet werden kann, war im vorliegenden Fall wichtig für eine sichere Verbindung«, erklärt Alexander Keydel von MK Markisen und Rollladenbau. »Denn die Beton-Bausubstanz des Gebäudes macht es schwierig, Funksignale über weitere Strecken sicher zu übertragen.«