Sie sind hier: HomeGebäudeautomationHaussteuerung

Ergebnisorientierte Instandhaltung: Dem Servicefall immer zwei Schritte voraus

Gebäudetechniker und Servicepersonal sind viel beschäftigte Leute. Zu Störfällen und Reparaturarbeiten kommen festgelegte Servicetätigkeiten. Aber ist das effizient? Eine Kristallkugel für Servicetechniker für eine ergebnisorientierte Instandhaltung müsste her.

Büro Innenansicht Bildquelle: © Pixabay

Ein Gebäude ist wartungsintensiv und verlangt dem Personal einiges ab.

Der cloudbasierte Gebäude­managementdienst von Honeywell Building Solutions »Outcome Based Service« (OBS) liefert genau das: Er basiert auf einer laufenden Überwachung der mechanischen Gebäudesysteme und der frühzeitigen Erkennung von Anomalien im Gebäude- und Anlagenbetrieb mit dem Ziel, die Gebäudeperformance durch Minimierung von Ausfallzeiten zu steigern.

Mit OBS lassen sich aber nicht nur Unregelmäßigkeiten im Anlagenbetrieb früher erkennen als mit traditionellem Service, sondern auch Einblicke in die einzelnen mechanischen Komponenten wie Pumpen oder Klimaanlagen selbst gewinnen.

 

Schneller reagieren

Das Modul überwacht dazu die HLK-Kernfunktionen (Heizung – Lüftung – Klima) wie Temperaturen und Drücke oder Ventilsteuerungen und nutzt Datenanalyse und sensorgestützte IoT-Konnektivität (Internet of Things), um den Zustand und die Leistung einzelner mechanischer Komponenten zu überwachen sowie Probleme und Fehler aufzudecken, die die Verfügbarkeit und Effizienz beeinträchtigen.

Auf diese Weise kann ein mechanisch blockiertes oder defektes Kälteventil durch die Analyse der verfügbaren Anlageninformation frühzeitig identifiziert werden, sodass es zu keinem Verlust an Komfort oder gar zu einem Anlagenstillstand kommt. Brauchte es früher erst eine Beschwerde eines Hotelgastes, um einen Servicefall zu erkennen, geschieht dies nun, bevor der Gast überhaupt angereist ist und ein Problem melden kann.

In einem Gebäude mit beispielsweise 10.000 Datenpunkten werden im Durchschnitt 40 Prozent und damit 4000 Datenpunkte permanent ausgelesen. Die Daten werden über eine sichere Schnittstelle in die Microsoft Azure Cloud übermittelt und von dort der Honeywell Analytics Software zur Verfügung gestellt.

Technisch realisiert werden kann dies auf Kundenseite mit verschiedenen Konzepten: Arbeitet das jeweilige Unternehmen mit einem Gebäudeleitsystem wie dem »Enterprise Buildings Integrator« (EBI) von Honeywell, werden die Daten direkt an die Microsoft Azure Server übermittelt und von dort der Honeywell Analytics Software zur Verfügung gestellt. Dieses Prinzip funktioniert auch über einen Client auf Kundenseite und dem EBI im Rechenzentrum. Selbst wenn mit einem Gebäudeleittechniksystem eines Mitbewerbers gearbeitet wird, funktioniert die Datenübertragung mittels EBI Gateway sowie im Falle eines nicht vorhandenen Gebäudeleitsystems – hierbei werden die Daten im EBI Gateway aufbereitet, archiviert und der Analytics Software zur Verfügung gestellt.