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elektrobörse smarthouse Trendtag 2019: Das smarte Gebäude der Zukunft

Rund 50 Besucher und fünf Referenten begrüßte die Redaktion der elektrobörse smarthouse am 31. Januar im Verlagsgebäude der WEKA FACHMEDIEN GmbH in Haar bei München. Thema des zweiten Trendtags: »Das smarte Gebäude der Zukunft«.

Impressionen vom zweiten elektrobörse smarthouse Trendtag. Bildquelle: © WEKA FACHMEDIEN GmbH

Schnee, Kälte und Bahnchaos zum Trotz – auch der zweite »elektrobörse smarthouse Trendtag« war ein voller Erfolg. Das Thema der Veranstaltung lautete  »Das smarte Gebäude der Zukunft« und traf den Nerv des Publikums, wie auch schon der erste Trendtag, der im Sommer 2018 unter dem Motto »Smart Home – Nachrüsten von Bestandsgebäuden« stattfand. Schon vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn wurde daher fleißig diskutiert und gefachsimpelt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Verlagsleiter Peter Eberhard sowie den elektrobörse smarthouse Redakteur und Moderator Wolfgang Hascher ging es – trotz früher Stunde – direkt ans Eingemachte.  

 

Die Zukunft ist da

Einer, der sich von Berufs wegen mit der Zukunft auseinandersetzt, ist Martin Vesper, Thought Leader für Digitalisierung, Vernetzung im Haus und der Energiewirtschaft. Die perfekte Wahl also für den Auftakt zum Trendtag. In seiner einstündigen Keynote entführte der ehemalige Geschäftsführer von Yello Strom und CEO von digitalStrom die Zuhörer in seine Gedankenwelt. Das Smart Home, das steht für Vesper außer Frage, ist längst im Massenmarkt angekommen: »Intelligente Sprachsteuersysteme wie Amazon Echo, Google Home und Apple HomePod haben diese Entwicklung massiv beschleunigt.« Die Komplettvernetzung im Haus würde so immer mehr zur Wirklichkeit. Die wichtigste Frage für den Keynote-Sprecher lautet daher: »Was kommt als Nächstes?« Schließlich sind smarte Anwendungen und Sprachassistenten wie Alexa und Co. erst der Anfang aufregender, neuer Entwicklungen, so ist sich Vesper sicher.

Intelligente Algorithmen werden über Machine Learning und Künstliche Intelligenz für ein heute nicht vorstellbares Maß an Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit sorgen. »Die Wucht dieser Entwicklungen, deren Zyklen in der Regel nicht länger als sechs Monate dauern, wird das Smart Home und die vernetzte Welt als solches immer leistungsfähiger und attraktiver machen. Bald schon werden wir KI in allen Geräten wiederfinden – auch wenn das der Kunde gar nicht spüren wird.«

 

Smart heißt einfach

Um auf diese nahe Zukunft vorbereitet zu sein, müssen Smart-Home-Systeme laut Wolfgang Wasmeier von Theben vor allem »einfach« sein. Dabei geht es für den Elektrotechniker nicht nur um die Bedienung und die Nutzerfreundlichkeit für den Endkunden, sondern auch und ganz besonders um die Installation und Konfiguration. Ein Smart-Home-System müsse, davon ist Wasmeier überzeugt, so gestaltet werden, dass »jeder Installateur es installieren und in Betrieb nehmen kann«, auch wenn er kein Systemintegrator ist.

Einen Schritt ins »einfache Smart Home« hat Theben mit dem Smart-Home-System »LUXORLiving« gemacht, das zwar den weitverbreiteten KNX-Bus nutzt und jederzeit entsprechend erweiterbar ist, jedoch nicht über die ETS, sondern die intuitiv bedienbare Software »LUXORplug« – bei Bedarf auch direkt vor Ort – programmiert wird. Damit bietet das System dem Elektrohandwerk »KNX ohne ETS«, für das weder Vorkenntnisse, noch eine Lizenz erforderlich sind.

 

Einfachheit hat sich auch das Unternehmen Frogblue auf die Fahnen geschrieben – das machte Vertriebsingenieur Franz Guggenmoos im Anschluss deutlich. In seinem Vortrag widmete er sich am Vormittag des Trendtags dem Einstieg ins intelligente Zuhause und einem umfassenden Einblick ins Produktportfolio von Frogblue. Herzstück dieses Smart-Home-Systems sind die sogenannten »Frogs« – kleine, grüne Module, die in Unterputzdosen hinter vorhandenen Schaltern und Tastern montiert werden und über den Funkstandard Bluetooth Low Energy (BLE) kommunizieren.

»Mit einer Handvoll Frogs und einem Steuergerät – beispielsweise einem App-fähigen Handy – lassen sich beliebig skalierbare Smart-Home-Anwendungen realisieren«, erklärte Guggenmoos den interessierten Zuhörern. Dabei sei dank BLE weder eine Administration noch eine IT-Infrastruktur notwendig.