Schutzkonzepte: Sichere Elektroinstallation im Smart Building

Intelligente Wohn- und Zweckgebäude stellen heute deutlich komplexere Anforderungen an die Elektroinstallation als noch vor einigen Jahren. Eine herkömmliche Absicherung kann damit, selbst bei normengerechter Ausführung, an ihre Grenzen stoßen. Gefragt sind deshalb durchgängige Schutzkonzepte.

Ein durchgängiges Schutzkonzept nach Stand der Technik ergänzt den vorgeschriebenen Basisschutz um ineinandergreifende Schutzkomponenten für den Personen- und Leitungsschutz sowie den präventiven Brandschutz. Bildquelle: © Siemens

Ein durchgängiges Schutzkonzept nach Stand der Technik ergänzt den vorgeschriebenen Basisschutz um ineinandergreifende Schutzkomponenten für den Personen- und Leitungsschutz sowie den präventiven Brandschutz.

Smarte und energieeffiziente Gebäude nutzen verstärkt alternative, oft eigenerzeugte Energie und verfügen über technische Einrichtungen wie Photovoltaikanlagen zur Eigenstromversorgung, Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen oder auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Außerdem kommen heute viel mehr elektrische Verbraucher zum Einsatz als früher – und es werden immer noch mehr. Auch die Elektrogeräte entwickeln sich weiter, mit teils neuen Charakteristiken der Stromaufnahme.

Angesichts dieser Trends, die bis vor wenigen Jahren kaum absehbar waren, droht vielen Elektroinstallationen die Überlastung. Das gilt insbesondere für Bestandsbauten. Ein durchgängiges Schutzkonzept nach Stand der Technik ist eine adäquate Antwort auf diese komplexen Herausforderungen.

 

Siemens Headquarter Bildquelle: © Siemens

Intelligente Wohn- und Zweckgebäude stellen heute deutlich komplexere Anforderungen an die Elektroinstallation als noch vor einigen Jahren.

Integrierter Schutz

Ein solches Konzept ergänzt den vorgeschriebenen Basisschutz um ineinandergreifende Schutzkomponenten für den Personen- und Leitungsschutz sowie für den präventiven Brandschutz – mit dem Ziel, das verbleibende Restrisiko so weit wie möglich zu minimieren und alle Gefahrenquellen abzudecken.

Das heißt im Einzelnen: Fehlerströme mit höheren Frequenzen, Mischfrequenzen, glatte Gleichfehlerströme, transiente Überspannungen, Überspannungen in Betriebsmitteln sowie Störungen aufgrund fehlerhafter beziehungsweise falscher Anschlüsse oder Schäden durch externe Einflüsse. Dafür sind vier Schutzkategorien relevant:

  • Personenschutz – durch Fehlerstromschutzeinrichtungen (FI-Schutzschalter)
  • Leitungsschutz bei Überlast und Kurzschluss – durch Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) und Sicherungen
  • Überspannungsschutz – durch Überspannungsschutzgeräte
  • Präventiver Brandschutz – durch Brandschutzschalter