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Innovation für Leitstellen: VdS-Richtlinien für sichere Alarmempfangssoftware

Ende 2018 wird das analoge Telefonnetz in Deutschland abgeschaltet: Schon lange »spricht« die Alarmübertragung IP – softwarebasierter Alarmempfang ist deshalb für viele Leitstellen interessant. VdS unterstützt Hersteller und Dienstleister jetzt mit Vorgaben zur Verlässlichkeit.

Viele Leitstellen wünschten die Ausweitung der VdS-Richtlinien auf softwarebasierte Alarmempfänger – das Institut unterstützt Hersteller wie Dienstleister jetzt mit Vorgaben zur Verlässlichkeit dieser Innovationen. Bildquelle: © Bosch/VdS

Viele Leitstellen wünschten die Ausweitung der VdS-Richtlinien auf softwarebasierte Alarmempfänger – das Institut unterstützt Hersteller wie Dienstleister jetzt mit Vorgaben zur Verlässlichkeit dieser Innovationen.

Das baldige Abschalten der analogen Netzinfrastruktur in Deutschland bedingt technische Änderungen in zahlreichen Leitstellen. Viele Anbieter wünschen statt der bisher genutzten Empfangsanlagen rein softwarebasierte Lösungen. Solche Empfangsprogramme sind noch relativ neu und bislang nicht mit VdS-Anerkennung im Markt erhältlich. Um die Verlässlichkeit dieser Innovationen eindeutig zu belegen, hat eine Gruppe von Sicherheitsunternehmen Ende 2017 einen »offiziellen gemeinsamen Antrag« an VdS gerichtet: u.a. Bosch, die Commerzbank und Siemens wünschten »die Ausweitung der VdS-Standards auf softwarebasierte Alarmempfänger in virtueller Umgebung.«

Gemäß dem Innovationsfokus von VdS wurden solche Richtlinien zum Zeitpunkt des Antrages bereits erarbeitet. »Es ist gut zu wissen, dass wir so nah an den Wünschen unserer Kunden dran sind. Und sie auch bei Innovationen mit den wichtigen Vorgaben zur Funktions- wie Informationssicherheit unterstützen können«, betont Günter Grundmann, Leiter der VdS-Laboratorien für elektronische Einbruchschutztechniken und Mitentwickler des Papiers. »Viele Leitstellen verfügen bereits über umfangreiche und hochsichere Rechner-Hardware und können so auch Kosten einsparen.«

Die neuen Richtlinien VdS 3500, »Übertragungsanlagen – Alarmempfangssoftware, Anforderungen und Prüfmethoden«, bieten die gewohnt präzisen Spezifikationen für die verlustfreie Auswertung der unterschiedlichsten Übertragungsformate, die Nachvollziehbarkeit der geforderten Parameter, sichere Meldungsbearbeitung, Ereignisaufzeichnung und Schnittstellenkompatibilität dieser neuen Technologien. Hardwarebasierte Übertragungseinrichtungen können weiterhin nach den Richtlinien 2466 geprüft und VdS-anerkannt werden.

Die Richtlinien VdS 3500 für Alarmempfangssoftware finden Sie zum kostenlosen Download auf vds-shop.de.