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Digitales Beleuchtungskonzept von Osram: Neues Licht für den Petersdom

Die Planungs- und Installationsarbeiten für die neue LED-Beleuchtung dauerten rund eineinhalb Jahre: Nun erstrahlt der Petersdom in neuem Lichterglanz. Das gesamte Beleuchtungskonzept für das Projekt hat Osram maßgeschneidert.

Cathedra Petri im Petersdom mit neuer Beleuchtung. Bildquelle: © ARCHIVIO FOTOGRAFICO FABBRICA DI SAN PIETRO

Cathedra Petri im Petersdom mit neuer Beleuchtung.

Mehr als 780 Spezialleuchten, bestückt mit zirka 100.000 Leuchtdioden, kommen dafür zum Einsatz. Die Beleuchtung der rund 22.000 m2 Grundfläche umfassenden Kirche kann dank einer intelligenten Steuerung auf vordefinierte Lichtszenarien im Handumdrehen angepasst werden. Durch das neue LED-Licht sind nun beispielsweise die Mosaike in den Kuppeln der Seitenschiffe bis ins kleinste Detail erkennbar. Zahlreiche Kunstwerke, die vorher im Halbdunkel verschwanden, erstrahlen jetzt in vollem Glanz.

Die neuartige LED-Beleuchtung mit hoher Spektralqualität und effizienter fotometrischer Verteilung hat die Blendung erheblich reduziert. Aufgrund ihrer  besonderen Geometrie und der kompakten Abmessungen, konnten die Leuchten optimal in die Architektur integriert werden. Die Anzahl der Leuchten wurde zudem dank ihrer Effizienz erheblich reduziert. Zusammen mit der digitalen Steuerung wird so im Vergleich zur alten Beleuchtung eine Energieeinsparung von bis zu 90 Prozent möglich.

 

Kuppel im Petersdom mit alter und neuer Beleuchtung. Bildquelle: © ARCHIVIO FOTOGRAFICO FABBRICA DI SAN PIETRO

Kuppel im Petersdom mit alter und neuer Beleuchtung.

Alle Details im Blick

Die neue LED-Beleuchtung von Osram betont die Meisterwerke im Inneren des Sakralbaus, wie etwa die über 10.000 m2 umfassenden Mosaike, und ermöglicht den Besuchern darüber hinaus ermüdungsfreies Lesen. Bisher waren unter anderem die Kuppeln in den kleinen Seitenschiffen fast unbeleuchtet; jetzt werden sie durch das neue Beleuchtungskonzept optimal in Szene gesetzt. Details, die in der 500-jährigen Geschichte des Petersdoms noch nie sichtbar und selbst Kunstexperten unbekannt waren, sind nun ohne störende Reflexionen zu sehen.

Die digitale Steuerung ermöglicht es, spezifische Beleuchtungsszenarien sowohl auszuwählen als auch zu erstellen oder zu verändern. Dank der neuen Beleuchtung ist nun zudem die Übertragung von Fernsehbildern in hoch- und höchstauflösenden Einstellungen mit 4K bzw. 8K möglich.

Die gesamten Installationsarbeiten wurden von der Direktion der Technischen Leitung der Vatikanstadt übernommen, die unter anderem wichtige Empfehlungen zum ursprünglichen Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Dombauhütte von St. Peter erteilte. Der Petersdom ist 190 Meter lang und wird täglich von 27.000 Besuchern besichtigt. Die drei Schiffe haben jeweils eine Breite von 58 Metern; das Mittelschiff misst am höchsten Punkt des Gewölbes fast 46 Meter. Die Kuppel ist zirka 137 Meter hoch. Dank des neuen Beleuchtungskonzepts ist nun zum ersten Mal seit Beginn der Bauarbeiten im Jahr 1506 jedes Detail dieses architektonischen Meisterwerkes in voller Pracht und Schönheit zu sehen.