Raycap: Surge Protection Devices für große und kleine PV-Anlagen

Mit den DC-Baureihen »ProTec T1-PV« und »ProTec T2-PV« sowie der neuartig konzipierten Strikesorb 35 stellt Raycap neue Produkte für den Schutz von Photovoltaikanlagen gegen Blitz- bzw. Überspannungen vor.

Strikesorb-35-Reihe rAYCAP Bildquelle: © Raycap

Mit der Strikesorb-35-Reihe stellt Raycap ein Surge Protection Device (SPD) für industrielle Großanlagen vor:

Mit ihrer erhöhten Positionierung auf Dächern oder großen freien Flächen sind PV-Anlagen in Sachen indirekten und direkten Blitzschlägen besonders gefährdet. Die in diesem Fall einwirkende Energie hat zerstörerische Wirkung für Module sowie weitere Komponenten, etwa Datenleitungen, Wechselrichter oder angeschlossene Sensorik. Mit der zunehmenden Einspeisung durch viele dezentrale Stromerzeuger drohen zudem vermehrt netzseitige Spannungsspitzen. Gegen derartige elektrische Überspannungen sollten sich Anlagenbetreiber absichern, um die Verfügbarkeit zu gewährleisten und die getätigten Investitionen zu schützen. Die von Raycap vorgestellten Produkte können genau diese Absicherung im Gleichspannungsumfeld gewährleisten; zudem präsentiert das Unternehmen sein umfassendes Wechselspannungsportfolio.

Die neuen »ProTec T1-PV« und »ProTec T2-PV« bieten für kleinere Anlagen DC-seitigen Schutz des Wechselrichters entsprechend der Anforderung des Typs 1 und 2 (EN 50539-11, und für Export in die USA nach UL 1449 4th Edition geprüft). Beide Systeme sind für 1.100 oder 1.500 Volt DC-Maximalspannung erhältlich. Wie alle Raycap-Lösungen sind die Schutzsysteme mit Metalloxid-Varistoren (MOV) in einer Y-Schaltung aufgebaut. Die Vorrichtung trennt Blitzstromimpulse von bis zu 12,5 A (10/350µs). Zudem profitiert die Langlebigkeit von diesem Design, ebenso die Widerstandsfähigkeit gegen Vibrationen – wichtig etwa beim Einsatz in Sun Trackern. Die patentierte Steck-Verriegelung ermöglicht einen schnellen Austausch. Ein optischer Indikator zeigt den Betriebszustand an, zudem ist optional ein Remote-Anschluss für die Fernüberwachung erhältlich, der gerade bei Großflächenanlagen interessant ist. Mit maximal 4.000 Metern ist außerdem der Einsatz unter anspruchsvollen Klimabedingungen in Höhenlagen möglich.

»Die Stromnetze sind ein essenzieller Bestandteil der Energiewende. Durch die Dezentralisierung mit vielen verteilten, dynamischen Einspeisern muss das Grid immer mehr Schwankungen ausgleichen. Dennoch lassen sich temporäre Überspannungen dabei nicht vermeiden und werden zunehmen«, erklärt Ralf Güthoff, der bei der Raycap GmbH das General Management für Überspannungslösungen verantwortet. »Damit Betreiber von PV-Anlagen schadlos bleiben, sind entsprechende Schutzmaßnahmen unerlässlich. Neben den sogenannten Temporary Overvoltages gilt es dabei auch, Absicherungen gegen Blitzschläge oder indirekte Einkopplungen zu berücksichtigen – Raycap hat hier jahrzehntelange Erfahrung im industriellen Umfeld gesammelt. Davon profitiert natürlich auch der Photovoltaik-Markt mit seinen besonderen DC-Anforderungen; die Löschfähigkeit der Trennvorrichtung des Ableiters ist also auch in diesem Umfeld immer sichergestellt.«

Mit der Strikesorb-35-Reihe stellt Raycap zudem ein Surge Protection Device (SPD) für industrielle Großanlagen vor, das abseits der Hut- und auf der Kupferschiene installiert werden kann. Die Serie ist ebenfalls für DC-Spannung ausgelegt und bietet in verschiedenen Abstufungen Schutz gemäß Typ 1 nach Norm EN 50539-11 für Spannungen zwischen 650 und 1.500 Volt bis jeweils 12,5 kA (10/350µs). Wie auch in allen AC-Strikesorb-Produkten besteht die zentrale Schutzkomponente aus einem massiven Varistor. Diese Technologie verbindet Langlebigkeit mit der Fähigkeit, tausende Überspannungen zu verkraften; Raycap gibt dabei eine Gewährleistung von zehn Jahren auf das Produkt und geht von einer Einsatzbereitschaft auch in anspruchsvollen Umgebungen von über 20 Jahren aus.

Intersolar, Halle A2, Stand 432