Sie sind hier: HomePhotovoltaikMontagesysteme

Gustav Hensel: Freischaltstellen für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen

Die rasante Zunahme von Erzeugungsanlagen, die in das Niederspannungsnetz einspeisen bringt eine erhebliche netz- und systemtechnische Relevanz mit sich.

Freischaltstelle, PV-Feld Bildquelle: © Gustav Hensel GmbH & Co. KG

Anschlussfertige Freischaltstellen von Hensel berücksichtigen bereits alle normativen Forderungen der VDE-AR-N 4105 und 4110 für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen.

Zur Sicherstellung der Netzstabilität für die elektrische Energie-Versorgung legen daher die neuen Anwendungsregeln VDE-AR-N 4105 und VDE-AR-N 4110 technische Anforderungen für den Anschluss von Erzeugungsanlagen fest. Großes Interesse fanden daher die neuen Freischaltstellen, die Hensel auf der Intersolar Europe 2019 in München erstmals präsentierte. Sie setzen die VDE-Anwendungsregeln bereits um.

Die neue Vorgabe fordert eine dynamische Netzstützung für Erzeugungsanlagen. Das bedeutet, eine Erzeugungsanlage darf  in einem definierten Spannungsbereich nicht abschalten und bei Über- oder Unterschreiten ist erst nach 3 Sekunden eine Abschaltung zulässig. Der Netz- und Anlagenschutz übernimmt dabei die Überwachungs- und Schutzfunktion. Hierzu gehören die Kontrolle der Netzspannung, der Netzfrequenz sowie die Erkennung eines möglichen Inselbetriebs. Sobald eine oder mehrere  Funktionen aus dem Sollbereich herausgehen, erfolgt das Signal zur Abschaltung an den zentralen Kuppelschalter sowie auch an Kuppelschalter, die in den Erzeugungsanlagen integriert sind.

Die neuen Freischaltstellen von Hensel mit zentralem Kuppelschalter erfüllen die Forderungen der neuen VDE-AR-N 4105 und 4110: 2018-11. Die Leistung der Erzeugungsanlage entscheidet über die technischen Anforderungen für den Netzanschluss: Für Anlagen < 135 kW gelten die Festlegungen der VDE-AR-N 4105, für Anlagen gleich oder > 135 kW gelten die Festlegungen der VDE-AR-N 4110. Der zentrale Kuppelschalter muss im TN-Netz 3-polig und im TT-Netz oder bei Inselnetzbetrieb 4-polig ausgeführt sein. Zusätzlich ist eine Funktionskontrolle vorgeschrieben. Die Freischaltstelle überwacht dazu die anliegende Steuerspannung und schaltet bei Spannungsausfall den Kuppelschalter selbstständig ab. Die betriebsmäßigen Ein- und Ausschaltvorgänge werden vom NA-Schutz kontrolliert.

Die ab sofort lieferbaren Freischaltstellen berücksichtigen bereits alle Aspekte für die normenkonforme Installation. Sie erleichtern dem Elektrofachmann Planung, Projektierung und Errichtung von Photovoltaik-Anlagen im Niederspannungsortsnetz des Netzbetreibers oder im Niederspannungsnetz des Anlagenbetreibers. Kuppelschalter und weitere Geräte sind anschlussfertig eingebaut. Sie erfüllen die Anforderungen an die Schutzart (IP 54 / IP 65), Schlagfestigkeit (IK 08) und UV-Beständigkeit. Geeignete Leitungseinführungen und robuste Montageschienen sind im Lieferumfang enthalten. Freischaltstellen erfüllen die Anforderungen gegen den elektrischen Schlag durch die Schutzklasse II (Isolierung).