Sie sind hier: HomeBetriebBetriebsführung

Nachwuchsmangel: Noch viele freie Azubi-Stellen im E-Handwerk

Wenige Wochen vor dem Start ins neue Lehrjahr sind im baden-württembergischen Elektrohandwerk noch mehrere hundert Ausbildungsstellen unbesetzt. Dies ergab eine Umfrage des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg.

Junger Mann mit Werkzeugkoffer in der Hand und Aufgerolltem Kabel über der Schulter Bildquelle: © shutterstock/jpwallet

Der Nachwuchsbedarf im Handwerk ist ungebrochen hoch. Für angehende Elektroprofis bedeutet dies aber auch einen auf absehbare Zeit sicheren Arbeitsplatz.

Aufgrund der starken Auftragslage ist der Nachwuchs- und Fachkräftebedarf in den Betrieben groß. Hintergrund ist unter anderem der hohe Sanierungsbedarf von Bestandsgebäuden, dazu kommen der ungebrochene Trend zu Anwendungen im Smart Home, die vermehrte Nachfrage nach Elektromobilität und die Nutzung erneuerbarer Energien. Landesweit wird es im neuen Lehrjahr rund 1.800 neue Ausbildungsverhältnisse geben; gleichzeitig sind noch mehrere hundert Ausbildungsstellen kurzfristig zu besetzen. Eine Bewerbung beim Innungsfachbetrieb vor Ort kann sich daher auch jetzt noch lohnen.

Hohe Ausbildungsbereitschaft

Die Innungsfachbetriebe sehen die Ausbildung im eigenen Betrieb als strategische und entscheidende Aufgabe für ihr Unternehmen. Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe wird auch von der Umfrage untermauert: Rund 80 Prozent der teilnehmenden Betriebe sind bereit, im Herbst selbst auszubilden. 76 Prozent der befragten Unternehmen bilden aktuell schon aus und beschäftigen durchschnittlich zwei Auszubildende.

Das E-Handwerk ist als Arbeitgeber nach wie vor attraktiv für die Auszubildenden: So entscheiden sich jedes Jahr kontinuierlich mehr junge Menschen für eine Ausbildung im Elektrohandwerk. Auch im vergangenen Jahr stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse erneut an. »Bereits im 5. Jahr in Folge ist uns dies in der Branche nunmehr gelungen. Der Bestand in Summe ist auf mehr als 5.000 Azubis gestiegen. Das ist gut und auch wichtig so, denn nur auf diese Art und Weise kann der Fachkräftedarf auch in Zukunft gedeckt werden«, erklärt Thomas Bürkle, Präsident des Fachverbands. 85 Prozent der neuen Ausbildungsstellen entfallen auf den Elektroniker mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik.