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Bender: Neue Isolationsüberwachungsgeräte

Mit dem iso685-S hat Bender eine neue Serie von Isolationsüberwachungsgeräten auf den Markt gebracht, die hinsichtlich Zuverlässigkeit, Messverfahren, Bedienbarkeit und Design keine Wünsche offen lassen.

Bender Isolationsüberwachungsgeräte Bildquelle: © Bender

Neue Messmethoden erlauben es, mit den Bender Isolationsüberwachungsgeräten auch hochohmige Fehler bei hohen Netzableitkapazitäten und kleinen Prüfströmen zu finden.

Da sich aufgrund des Messverfahrens mehrere Isolationsüberwachungsgeräte gegenseitig stören können, darf gemäß IEC 61557-8 in einem ungeerdeten Netz (IT-System) nur ein Isolationsüberwachungsgerät vorhanden sein. An Bord werden die einzelnen Schalttafeln der Generatoren sowohl getrennt als auch gekoppelt gefahren um die Betriebsstunden gering zu halten. Wenn diese Netze nun über die Koppelschalter miteinander verbunden werden, befinden sich mehrere Isolationsüberwachungsgeräte in einem IT-System. Die Varianten iso685-S-B/P + FP200 sind für diesen Einsatz geeignet. Somit wird es möglich, mehrere Isolationsüberwachungsgeräte in gekoppelten Netzen zu betreiben, ohne dass diese sich bei geschlossenen Koppelschaltern beeinflussen.

Dabei ist es möglich, die Isolationsüberwachungsgeräte sowohl direkt über die Rückmeldung der Koppelschalter, als auch über eine Vernetzung der Geräte zu deaktivieren. Dabei messen die Isometer reihum und immer nur eines ist aktiv –  diese Funktion heißt bei Bender ISOnet.

Je größer die zu überwachenden ungeerdeten und an Bord auch meist gekoppelten Netze (IT-System) werden, desto schwieriger ist es mögliche Isolationsfehler zu finden. Mit Hilfe von Einrichtungen zur automatischen Isolationsfehlersuche, die während des laufenden Betriebes erfolgen kann, wird dieser Herausforderung begegnet. Ebenfalls können Fehler eingegrenzt werden welche nur sporadisch auftreten weil die fehlerbehafteten Systeme wie Pumpen oder Winden nur kurzfristig laufen. Resultat ist: Die Anlagenverfügbarkeit erhöht sich enorm und die Stillstandszeit minimiert sich. Für Einrichtungen zur Isolationsfehlersuche werden zusätzliche elektrische Komponenten benötigt.

Die Variante iso685-S-P + FP200, ohne integriertes Display in Kombination mit einem extra Display für die Montage in Schaltschranktüren, kann für Systeme mit Isolationsfehlersuche eingesetzt werden. Ein integrierter Prüfstrom-Generator erzeugt bei einem aufgetretenen Isolationsfehler einen limitierten Prüfstrom gegen Erde. Dieser Prüfstrom ist variabel einstellbar. Über Isolationsfehlersuchgeräte der Serie Isoscan kann dieser Prüfstrom über Messstromwandler den Fehler verteilungs- oder sogar verbrauchergenau eingrenzen. Das iso685-S-P + FP200 kann über einen RS-485-Sensorbus oder über einen Hutschienenbus mit den Isolationsfehlersuchgeräten EDS440 und EDS441 kommunizieren. Alle Einstellungen, die bei den EDS440 und EDS441 vorgenommen werden müssen, sind über das abgesetzte Display FP200 des iso685-S-P einstellbar. Dabei ist es möglich, jeden Kanal einzeln oder alle Kanäle gleichzeitig zu parametrieren.

Neue Messmethoden erlauben es, auch hochohmige Fehler bei hohen Netzableitkapazitäten und kleinen Prüfströmen zu finden. Die fehlerhaften Kanäle werden auf dem separaten Display FP200 des iso685-S-P angezeigt und können durch Klartextmeldungen ersetzt werden. Bei einem Isolationsfehler an einem Motor könnte z. B. »Isolationsfehler Kompressor 1« im Display erscheinen. Dadurch wird eine Fehlerlokalisierung auch ohne das Studieren eines Schaltplanes möglich und erleichtert die Fehlersuche nochmals. Selbstverständlich sind auch alle Merkmale der Variante iso685-X-B im iso685-X-P enthalten. In DC-Netzen kann das iso685-S-P + FP 200 auf eine DC-Verlagerungsspannung gegen Erde auslösen und vorwarnen. Die entsprechenden Ansprechwerte für diese Vorwarnung und Abschaltung sind in 5 V-Schritten einstellbar.