Kleintiererkennung: Wie man Fehlschaltungen bei Bewegungsmeldern vermeidet

Präsenz- und Bewegungsmelder kommen vielerorts zum Einsatz – in und an Industrie- oder Bürogebäuden sowie im Wohnbereich. Im Außenbereich, wo vor allem Bewegungsmelder eingesetzt werden, kommt es häufig zu Fehlschaltungen durch Tierbewegungen. Wie man diese vermeidet, zeigt der folgende Beitrag.

Katze auf einer Einfahrt. Bildquelle: © Pixabay

Kleintiere wie Katzen sorgen bei Bewegungsmeldern im Außenbereich immer wieder für Fehlschaltungen.

Praktisch, wenn sich bei Dunkelheit der Eingangsbereich automatisch erleuchtet, sobald eine Bewegung vom Bewegungsmelder erkannt wird. Der Schlüssel und das Schlüsselloch sind schnell gefunden. Allerdings kommt es gelegentlich zu vermeintlichen Fehlschaltungen. Das Licht schaltet scheinbar ohne ersichtliche Bewegung ein. Je häufiger dies geschieht, umso störender wird es empfunden. Darüber hinaus wird unnötig Energie verbraucht. Die Ursachen für derartige Fehlschaltungen sind vielfältig.

 

Bild 1: Bei manchen Bewegungsmelder lässt sich die Reichweiten der Sensoren individuell einstellen. Bildquelle: © B.E.G. Brück Electronic GmbH

Bild 1: Bei manchen Bewegungsmelder lässt sich die Reichweiten der Sensoren individuell einstellen.

Fehlschaltungen vermeiden

Besonders die Ausrichtung des Bewegungsmelders spielt dabei eine entscheidende Rolle. Außenmelder besitzen meist einen sehr großen Erfassungsbereich. Streift beispielsweise eine Straße am Rand des Erfassungsbereiches, so kommt es zu Fehlschaltungen. Eine bessere Ausrichtung des Melders schafft hier Abhilfe.

Hochwertige Geräte besitzen einen sogenannten Testmodus, in dem der Melder das Licht ständig ein- und ausschaltet, sobald eine Bewegung im Erfassungsbereich stattfindet. In diesem Modus muss zum Ausrichten des Melders nicht ständig die Nachlaufzeit abgewartet werden. Die Ausrichtung erfolgt bei den meisten Meldern auf zwei Achsen. Der Kopf des Melders kann auf und ab sowie nach rechts oder links gedreht werden. Der »RC-plus next N« von B.E.G. bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die einzelnen Bewegungssensoren im Melder-Kopf stufenlos mechanisch einzustellen (Bild 1).

Bild 2: Unerwünschte Bereiche kann man bei Bewegungsmeldern mit Abdecklamellen ausblenden. Bildquelle: © B.E.G. Brück Electronic GmbH

Bild 2: Unerwünschte Bereiche kann man bei Bewegungsmeldern mit Abdecklamellen ausblenden.

Im Außenbereich kommen fast ausschließlich Bewegungsmelder mit Passiv-Infrarot-Sensoren (PIR) zum Einsatz. Diese Sensoren reagieren auf Wärmeänderungen, die bei Bewegung von Lebewesen auftreten. Pflanzen strahlen keine Wärme ab, sich bewegende Bäume und Sträucher werden also nicht erkannt. Befindet sich hinter der Pflanze aber eine Wärmequelle, zum Beispiel eine durch die Sonne erhitzte Mauer, erkennt ein Melder die möglicherweise durch einen Windstoß verursachte Bewegung der Pflanze. Abhilfe schaffen hier Abdecklamellen, die auf der Linse des Melders angebracht werden (Bild 2). Die Lamellen sind für IR-Strahlung undurchlässig und ausgewählte Teile des Erfassungsbereichs werden ausgeblendet.

Säugetiere und Vögel haben in der Regel eine ähnliche Körpertemperatur wie Menschen. Bewegungen von Katzen und Hunden werden aus diesem Grund wie menschliche Bewegungen erfasst – und das Licht wird eingeschaltet. Die Ursache ist in beiden Fällen gleich: die Bewegung eines (warmen) Lebewesens. Solche Fehlschaltungen sind kaum vermeidbar. Um zu verstehen, welche Möglichkeiten trotzdem bestehen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, sollen einige physikalische Hintergründe aufgezeigt werden.