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Neue VdS-Wirk-Prinzip-Prüfung: Smart auch im Brandfall

Zunehmende Vernetzung bedeutet auch zunehmende Störfaktoren. Mit dem Koordinieren der Wirk-Prinzip-Prüfung über alle Systeme von Smart Buildings hinweg stellt VdS sicher, dass die digitalen Techniken auch im Brandfall sicher funktionieren.

Was bewirkt die plötzliche Informationsfülle eines Gebäudebrandes bei der integrierten Leit- und Prozesstechnik? VdS koordiniert jetzt auch die Prüfungen des sicheren Zusammenwirkens aller relevanten Systeme in Smart Buildings. Bildquelle: © VdS

Was bewirkt die plötzliche Informationsfülle eines Gebäudebrandes bei der integrierten Leit- und Prozesstechnik? VdS koordiniert jetzt auch die Prüfungen des sicheren Zusammenwirkens aller relevanten Systeme in Smart Buildings.

Häufigster Auslöser der jährlich rund 200.000 Brände in Deutschland sind elektrische Defekte. Diese Zahl wird durch den Trend zu immer vernetzteren Gebäuden noch zunehmen. Eine weitere Risikoquelle ist, dass mehr Digitalisierung auch für steigende technische Komplexität und damit für immer mehr Störfaktoren steht.

Deswegen fordern die meisten Landesbauordnungen unter anderem für Sonderbauten eine Wirk-Prinzip-Prüfung (WPP): eine Sicherstellung des störungsfreien übergreifenden Zusammenwirkens technischer Anlagen. Verantwortliche für die Gebäudetechnik sollen im Brandfall nicht von Fehlreaktionen der technischen Gebäudeausrüstung überrascht werden. Um diese Maßnahmen für Bauherren wie Betreiber zu erleichtern, bietet VdS jetzt auch das Koordinieren und Leiten der kompletten Wirk-Prinzip-Prüfung an.

 

»Kritisch sind gewerkeübergreifende Verbindungen«

Hierbei erarbeiten VdS-Experten gemeinsam mit dem Auftraggeber einen Prüfplan entlang der Wirkungskette und versorgen alle weiteren Sachverständigen (zum Beispiel für Lüftungsanlagen, Sicherheitsstromversorgung, Aufzüge) mit Prüflisten. Um den laufenden Betrieb nicht zu stören, können die nötigen Praxistests auch nachts oder am Wochenende durchgeführt werden. Ergebnis ist eine Zusammenfas-sung, die eventuelle Schwachstellen bei Abhängigkeiten und/oder Wechselwirkungen aufzeigt.

»Kritisch sind in der Vernetzung immer die gewerkeübergreifenden Verbindungen«, betont Torsten Pfeiffer, Produktgruppenleiter für Brandmeldeanlagen bei Europas größtem Institut für Sicherheit. »VdS prüft Brandmeldesysteme, seit diese in Europa erstmals eingesetzt wurden. Wir kennen die typischen Risiken der Quervernetzung – und wissen vor allem, wie diese Gefahrenquellen schnell und einfach abgestellt werden können.«

Details zum neuen VdS-Angebot sind auf vds.de/wpp verfügbar. Auf Wunsch führt VdS zudem erweiterte Prüfszenarien wie Schwarzschaltung, Vollprobetest oder für Projektierungen in normativen Grenzbereichen Nachweise mittels Rauchversuchen durch.