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Zeitreise 1962: Eine Frage des Geschmacks

Mit der zunehmenden Elektrifizierung des Alltags in den frühen 1960er-Jahren zogen nicht nur mehr Leuchten in die Haushalte ein, auch die ästhetischen Ansprüche wuchsen. Schick sollten sie sein. Eine Forderung, der die Leuchtendesigner nur allzu gerne nachkamen – mit abenteuerlichen Ergebnissen.

Logo: elektrobörse smarthouse Zeitreise Bildquelle: © WEKA FACHMEDIEN GmbH

Ein Stückchen Zukunft im Wohnzimmer

Als Neuheit stellte die Ostra Elektronik GmbH auf der Kölner Frühjahrsmesse einen Raumheizer in eigenwilliger Form vor. Er ist ein Turboheizer, der die Linienführung eines Raketenkopfes (Weltraumkapsel) hat. Die Form wurde nach den neuesten technischen Erkenntnissen entwickelt und ist so gefällig, daß der Turboheizer auch als Raumschmuck anzusprechen ist. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig über den Fußboden und gelangt von dort durch den ganzen Raum. Der übersichtliche Schalter, an der oberen Spitze des Gerätes, ist leicht zu be- dienen. Sechs Schaltstufen ermöglichen die Regelung des Wärmebedarfs bzw. die Schaltung der Kühlung.

Turboheizer Ostra Elektronik GmbH Bildquelle: © WEKA FACHMEDIEN GmbH/Ostra Elektronik GmbH

Der Turboheizer ließ sich auch mit modernen Leuchten kombinieren.

Das Kunststoffgehäuse ist farbig und ein Ausdruck der neuzeitlichen Wohnkultur. Der Mantel ist so ausgeführt, daß ein Berühren elektrischer Teile nicht möglich ist. Das Gerät läuft geräuschlos. Dank des stets kühl bleibenden Griffes am oberen Ende läßt er sich leicht transportieren. Der eingebaute Thermostat erlaubt die Einstellung des Wärmebereiches von 5 bis 35 Grad Celsius. Die Heizleistung beträgt 2000 Watt und läßt sich mit dem Schalter reduzieren. Wie unsere Abbildung zeigt, läßt sich der Turbohelzer mit modernen Leuchten kombinieren.

Elektro-Börse, März 1962