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Zeitreise 1988: Die Zukunft ist heute

Heute kann man sich ein Leben ohne Computer kaum mehr vorstellen. Sein Siegeszug begann, als IBM 1981 den ersten Personal Computer auf den Markt brachte. Was für eine Innovation! Schnell erkannte auch die Lichtbranche die Vorteile dieses neuen Werkzeuges. 

Logo: elektrobörse smarthouse Zeitreise Bildquelle: © WEKA FACHMEDIEN GmbH

Bis vor wenigen Jahren war der Einsatz von Computerprogrammen für die Beleuchtungsplanung einem relativ engen Kreis von Spezialisten vorbehalten: Heute ist der Computer bereits ein oft verwendetes Werkzeug vieler Beleuchtungsplaner, wobei diese Entwicklung vor allem durch die Leistungssteigerung der sogenannten Personal-Computer ermöglicht wurde.

Mit dem EDV-Programm »Cophos PC 3.2« wurde dem Planer ein in jahrelangem Industrie-Einsatz getestetes und verwendetes EDV-Programm zugänglich. Diese Software ermöglicht z. B. die Berechnung der erforderlichen Leuchtenzahl für eine gewünschte Beleuchtungsstärke oder die Berechnung der Beleuchtungsstärke bei vorgegebener Leuchtenanzahl, entsprechende Kostenanalysen mit der Vergleichsmöglichkeit verschiedener Varianten und auch komplexe Berechnungen der Punkt-Beleuchtungsstärke auf der Nutzebene beziehungsweise in einem beliebig wählbaren Raumausschnitt. Mit diesem Programm ist es nun auch für das Architektur- und Ingenieurbüro möglich, professionelle Software für die Beleuchtungsplanung im eigenen Büro interaktiv auf Personal-Computern anzuwenden. Das Programm wurde auf IBM Personal-Computern entwickelt, läßt sich jedoch ohne Änderungen auf jedem IBM-kompatiblen Computer einsetzen.

Diese Software ergänzt in sinnvollster Weise die Fachkenntnisse des Planers. Es dient ihm als ein sehr zeitsparendes Hilfsmittel, um rasch und effizient das richtige Beleuchtungssystem für ein anstehendes Problem zu finden, die optimale Leuchtenanordnung zu planen und die Ergebnisse mit einprägsamen und klaren Informationen und Darstellungen zu dokumentieren.

Beispiel eines »Cophos PC 3.2« Computer-Outputs mit der grafischen Darstellung der Beleuchtungsstärkeverteilung auf der Nutzebene. Bildquelle: © Zumtobel/WEKA FACHMEDIEN GmbH

Beispiel eines »Cophos PC 3.2« Computer-Outputs mit der grafischen Darstellung der Beleuchtungsstärkeverteilung auf der Nutzebene.

Eine umfassende Leuchtendatenbank ermöglicht den Zugriff auf die lichttechnischen Daten. Dadurch entfällt das langwierige Suchen einer Kennzahl, unter der die lichttechnischen Daten gespeichert sind, das Suchen von Lichtströmen, Lichtfarben und Anschlußleistungen der Lampen bzw. das Ermitteln der Lichtpunkthöhe einer Leuchte. Mit dem EDV-System lassen sich außerdem die Leuchtenkoordinaten im Raum auf besonders einfache Weise mit entsprechenden Hilfsfunktionen bestimmen.

Als Besonderheit meldet das Programm nach Eingabe eines Anordnungsvorschlags dem Benutzer sofort, welche Gleichmäßigkeit er zu erwarten hat. Darüber hinaus erfolgt ein Vorschlag für den richtigen Abstand von Leuchtenreihen. Innerhalb eines Rechenvorgangs lassen sich bis zu sechs unterschiedliche Leuchtentypen berücksichtigen bzw. eine Leuchtentype mit bis zu sechs unterschiedlichen Lichtpunkthöhen.

Die wichtigste graphische Darstellung des Programms ist die horizontale Beleuchtungsstärkenverteilung auf der Nutzebene bzw. in einem beliebig wählbaren Raumausschnitt. Diese Darstellung wird durch sogenannte Lux-Gebirge und Reliefdarstellungen ergänzt.

elektrobörse 9/1988