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DGS fordert: Neue BAFA-Förderung von Stromspeichern

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V. hat in einem offenen Brief an Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier eine neue BAFA-Forderung von Stromspeichern vorgeschlagen.

Das aktuelle Förderprogramm der KfW endet in wenigen Monaten zum 31.12.18. Von der HTW Berlin wurde aktuell in der Arbeitsgruppe Speichersysteme unter Prof. Quaschning eine BAFA-Fördermöglichkeit entwickelt, die einfach umsetzbar ist und die ab dem kommenden Jahr in der Lage ist, die Anzahl der neuen Stromspeicher in Deutschland weiter zu steigern.

Schon über 100.000 Stromspeicher sind inzwischen in Deutschland installiert, die Zahl nimmt derzeit weiter zu. Jedoch reicht der Zubau bei weitem nicht aus, um in kurzer Zeit eine große Zahl von Speichern für die Energiewende aufzubauen, die dann als Puffer für die Stromerzeugung aus Sonne und Wind dienen können. Um die Zahl der neuen Speicherbatterien weiter zu erhöhen, muss eine Förderung fortgesetzt werden. Die aktuell noch laufende Finanzierung durch die KfW wurde jedoch von vielen Kunden und Handwerkern als zu bürokratisch kritisiert. Noch dazu wurde die Kopplung der auslaufenden Förderung an einen KfW-Kredit von vielen kritisiert.

Das Fördermodell der HTW arbeitet mit einem Pauschalzuschuss, der – wie für andere Haus- und Heizungstechnik – über die BAFA ausgereicht werden soll. Wenn ein Stromspeicher zusätzlich mit einer Wärmepumpe oder einer Ladestation für ein Elektroauto ausgestattet wird, erhöht sich der Betrag, den der Kunde als Förderung erhält. Insgesamt also ein sehr einfaches Modell und gleichzeitig die Nutzung eines bewährten Ausreichungsverfahrens.  

Die Fortsetzung der Förderung hat auch technisch Vorteile: So kann wie bisher die Netzdienlichkeit von Speichern als Förderbedingung beibehalten werden. Es ist dann sichergestellt, dass neue Speicher bei Spitzen im Stromnetz den Netzbetrieb unterstützen und nicht dagegen arbeiten. Auch das ist für DGS und HTW ein starkes Argument, wenn zukünftig immer mehr Solar- und Windstrom im Stromnetz ist. 

»Die Finanzierung der Förderung sollte auch unproblematisch sein«, so Jörg Sutter vom Bundespräsidium der DGS, »erhält der Bund doch derzeit erhebliche Mehreinnahmen aus den CO2-Zertifikaten, die in den Klima- und Umweltfond der Bundesregierung fließen.«