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VARTA: Ein stabiles Stromnetz für Kythnos

Wenn neben Spaß am Strand auch eine sichere Stromversorgung gegeben ist, ist die Vorstellung vom Leben auf einer Mittelmeerinsel sehr verlockend. Auf der kleinen Kykladeninsel Kythnos in der griechischen Ägäis ist diese Vorstellung nun wahr geworden.

Das Rathaus von Kythnos Bildquelle: © VARTA Storage GmbH

Einer der Energiespeicher wurde im Rathaus von Kythnos verbaut.

Im Rahmen des europäischen Projektes WiseGRID wurden im Juni 2019 fünf pulse neo-Energiespeicher der jüngsten Generation von VARTA in öffentlichen Gebäuden installiert, um das Inselnetz zu stabilisieren. Das Projekt startete 2016 und gilt als europäische Leitinitiative im Bereich Smart Grids, erneuerbare Energien und Elektromobilität. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms »Horizont 2020« der Europäischen Union.

Anfängliche Bedenken
Ausgerüstet wurden das Rathaus von Kythnos, das Gemeindezentrum, ein Ärztezentrum und die Hafenbüros in zwei Yachthäfen. Anfänglich zeigten sich die lokalen Projektpartner aufgrund von Sicherheitsbedenken noch zurückhaltend, Lithium-.Ionen-Batterien sind nicht überall in der EU so verbreitet und populär wie in Deutschland oder Italien. »Der Name Varta und das vertrauensvolle Verhältnis innerhalb des Projektes konnten die Verantwortlichen schließlich überzeugen, dass von unseren Systemen keine Gefahr ausgeht«, erklärt Bengt Stahlschmidt, neuer General Manager Energy Storage Systems bei der Varta Storage.
Auf der Insel schwanken Netzfrequenz und -spannung in einem deutlich größeren Bereich als auf dem Festland. So reicht auf Kythnos der zu erwartende Frequenzbereich von 42,5 bis 57,5 Hertz. Eine Aufgabe der Speicher ist es daher, diese Schwankungen zu reduzieren. Im ersten Schritt musste Varta Storage die fünf Energiespeicher jedoch für die speziellen Anforderungen auf der kleinen Insel konfigurieren, um sie überhaupt dort einsetzen zu können. Sie erhielten daher eine zusätzliche Software, die die Kommunikation zu einem zentralen Steuerungssystem (StaaS-VPP) herstellt, das ebenfalls im Rahmen des Projektes implementiert wurde. »Gemeinsam haben wir eine Konfiguration gefunden, mit der die Speicher stabil funktionieren. Man könnte diese als Inselnetz-Konfiguration mit erweiterter Frequenztoleranz bezeichnen«, sagt Bengt Stahlschmidt.

Test unter realitätsnahen Bedingungen
Für das Erreichen der Projektziele sind der Einsatz von Energiespeichern, ein höherer Anteil grüner Energiequellen und das Bereitstellen einer Lade-Infrastruktur notwendig. »Eine der größten Herausforderungen beim Zusammenschluss von dezentralen Erzeugern und Speichern zu einem virtuellen Kraftwerk ist vor allem die Software. Diese muss durch intelligente Prognose- und Steueralgorithmen einen optimalen Betrieb der dezentral verteilten Energiespeicher gewährleisten«, betont Bengt Stahlschmidt. Die Speicherspezialisten bringen nicht nur Expertise hinsichtlich der optimalen Betriebsweise von Energiespeichern ein, sondern übernehmen auch die Koordination der am Projekt beteiligten Partner. Um die entwickelten Werkzeuge auch unter realitätsnahen Bedingungen prüfen zu können, werden Varta-Energiespeicher in verschiedenen Gebieten eingesetzt und im Rahmen des VPP betreiben.